<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>adelslum</title>
	<atom:link href="http://www.adelslum.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.adelslum.de</link>
	<description>Tino Leucht</description>
	<lastBuildDate>Wed, 02 Jun 2010 07:12:42 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Whitney Houston</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=414</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=414#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 07:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[siehe Anlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=414</guid>
		<description><![CDATA[
Whitney Houston, Festhalle Frankfurt, 31. Mai 2010.
Eine große Frau betritt die Bühne. Sie gibt, was sie kann. Denn sie gibt von dem, was sie noch hat. Und das ist nicht viel und auch nicht wenig. Die Musiker, die Tänzer und der Background unterstützen sie großartig, tragen eine rauhe Stimme und heben sie hoch, damit sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/06/whitneyhouston.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-412" title="whitneyhouston" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/06/whitneyhouston.jpg" alt="" width="500" height="334" /></a></p>
<p>Whitney Houston, Festhalle Frankfurt, 31. Mai 2010.</p>
<p>Eine große Frau betritt die Bühne. Sie gibt, was sie kann. Denn sie gibt von dem, was sie noch hat. Und das ist nicht viel und auch nicht wenig. Die Musiker, die Tänzer und der Background unterstützen sie großartig, tragen eine rauhe Stimme und heben sie hoch, damit sie wenigstens manchmal an die alte Sphäre erinnert, die nun nie wieder erreicht werden wird.</p>
<p>Das Publikum ist dankbar, wofür ich dem Publikum dankbar bin. Perfektion ist für niemanden zu erwarten gewesen, kein Wunder nach den vielen Berichten über die vorherigen Stationen der Welttournee. Und kein Wunder angesichts der Realität, die Whitney, eine der besten Sängerinnen der Welt, zum Schatten ihrer Göttlichkeit machte. Der Beifall ist großzügig und ehrlich. Nach einer manchmal endlos erscheinenden Zeit der nur lose zusammenhängenden Fragmente des Jazz, der Gespräche mit dem Publikum, der Pausen, der Erzählungen über Michael Jackson und der angedeuteten Melodien großer Lieder braucht es nur den kräftigen Sound eines alten Hits und die sich bemühende Whitney, um das Gefühl und die Gewissheit zu haben, nicht ganz zu spät zu kommen zu jener Frau, die vom Leben bestraft wurde. Dann donnern die Rhythmen durch die Halle, durch die Körper und durch die Seelen und wirken so, wie sie es immer taten. Dann ist alles vergessen und vergeben, dann zählt nur der Augenblick.<br />
Es ist mehr eine Frage des Charakters und des Respekts als eine Darbietung auf hohem Niveau, und es betrifft das Publikum genauso wie Whitney. Beide sind füreinander da und bringen sich alles entgegen, was noch vorhanden und möglich ist. Die Unvergesslichkeit meines Abends ist garantiert; viel mehr garantiert als die Erinnerung an ein Konzert, das sich durch die dauerhafte Hochklassigkeit seiner Leistungsträger beliebig oft wiederholen ließe. Ich habe sie gesehen und gehört. Und bin dankbar.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=414</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unsinn</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=404</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=404#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 07:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[siehe Anlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=404</guid>
		<description><![CDATA[Man kann ein Ei stundenlang kochen, ohne es weichzukriegen.
Oder man kann Diätkost in Unmengen essen, ohne ein einziges Gramm abzunehmen.
Aber das Sahnehäubchen des Unsinns findet sich am Alten Strom in Warnemünde.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann ein Ei stundenlang kochen, ohne es weichzukriegen.<br />
Oder man kann Diätkost in Unmengen essen, ohne ein einziges Gramm abzunehmen.<br />
Aber das Sahnehäubchen des Unsinns findet sich am Alten Strom in Warnemünde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-405" title="light" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/04/light.jpg" alt="" width="500" height="334" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=404</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwanzig Jahre danach</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=393</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=393#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 05:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Es war einmal...]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=393</guid>
		<description><![CDATA[
Die zwanzig Jahre nach den vierzig Jahren sozialistischer Planwirtschaft haben gereicht, um die neuen Bundesländer über die Mechanismen kapitalistischer Märkte zu informieren, um die Notwendigkeiten veränderter Produkt- und Eigenwerbung zu erlernen und um das eigene Bemühen für maximalen Geschäftserfolg zu steigern. Besonders im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern, wo sich ein Fehler schneller und nachhaltiger rächt als an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-394" title="kauftemp" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/04/kauftemp.jpg" alt="" width="500" height="334" /></p>
<p>Die zwanzig Jahre nach den vierzig Jahren sozialistischer Planwirtschaft haben gereicht, um die neuen Bundesländer über die Mechanismen kapitalistischer Märkte zu informieren, um die Notwendigkeiten veränderter Produkt- und Eigenwerbung zu erlernen und um das eigene Bemühen für maximalen Geschäftserfolg zu steigern. Besonders im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern, wo sich ein Fehler schneller und nachhaltiger rächt als an einem anderen Ort der Republik, sind das Werben um jeden Kunden, dessen Zufriedenstellung und der dadurch erzielte Umsatz oberste Gebote. Prinzipiell wurden diese Lektionen gut gelernt, zumal die wirtschaftlichen Zwänge, denen jeder einzelne Mensch unterworfen ist, kein anderes Handeln empfehlen können.<br />
So ist es sehr verwundlich, in welchem Dialog ich mich plötzlich wiederfand. In einem der Rostocker Kauftempel, einem dieser großartigen Paläste aus Glas und Stahl in edler Lage, umzingelt von vielen bekannten Namen und Logos, suchte ich eine Chilimühle.</p>
<p>&#8220;Die Gewürzmühlen habe ich entdeckt. Aber die Chilimühlen nicht.&#8221;<br />
&#8220;Da haben wir so viele gehabt. Und die haben wir so schnell verkauft. Und jetzt haben wir keine mehr. Gehen Sie doch mal rüber zu WMF, gleich auf der anderen Straßenseite.&#8221;</p>
<p>Auch Tage danach überlege ich noch, wen ich für das Schleudertrauma nach dem vielen Kopfschütteln verantwortlich machen soll.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=393</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Howrah Bridge</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=377</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=377#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 17:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=377</guid>
		<description><![CDATA[
Manche Brücken sind viel mehr als funktionelle Bestandteile von Verkehrswegen. Sie gehören untrennbar zu den lebenden, atmenden Nervensystemen, von denen der Puls einer Stadt ebenso abhängig sein kann wie ihre Seele. Zu den populären Vertretern dieser Kategorie zählen die Golden Gate Bridge, die Brooklyn Bridge, aber auch die Alte Brücke von Mostar, die unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-378" title="howrahbridge1" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/03/howrahbridge1.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Manche Brücken sind viel mehr als funktionelle Bestandteile von Verkehrswegen. Sie gehören untrennbar zu den lebenden, atmenden Nervensystemen, von denen der Puls einer Stadt ebenso abhängig sein kann wie ihre Seele. Zu den populären Vertretern dieser Kategorie zählen die Golden Gate Bridge, die Brooklyn Bridge, aber auch die Alte Brücke von Mostar, die unter dem Beschuß durch kroatische Artillerie in den Fluß stürzte. Die Zerstörung schmerzte mehr als der reine Wegfall ihrer Verfügbarkeit. Es lohnt sich also, nach dem Wesen einer Brücke zu suchen.<br />
Die Howrah Brigde in Kalkutta besitzt nicht dem Ruhm anderer großer Brücken, doch tatsächlich ist sie weltweit eine der wichtigsten. Seit 1943 wird sie an jedem Tag von zwei Millionen Menschen benutzt, um das andere Ufer des Hugli zu erreichen, einem der Ableger des Ganges im Mündungsdelta. Die Menge der mit purer Muskelkraft über die Brücke transportierten Waren übersteigt das Vorstellungsvermögen. Parallel dazu schieben sich auf sechs bis acht unmarkierten Spuren Fahrzeuge aller Art in beide Richtungen.<br />
Das sind beeindruckende Eckdaten.<br />
Doch wie immer in dieser Stadt ist das Gefühl, plötzlich ein Teil des chaotischen Ganzen zu sein, absolut überwältigend. Wie an anderen Orten entsteht auch hier eine Konzentration äußerer Einflüsse. Als durchschnittlicher Europäer braucht man eine spezielle innere Stabilität, um sich gänzlich frei zu fühlen und frei zu bewegen. Man ist allem und jedem ein Hindernis, sobald die Geschwindigkeit des großen Menschenstroms unterschritten wird. Deshalb bleibt man besser aufmerksam und geht den Masseträgheitskräften sich bewegender Körper aus dem Weg. Ein Schwimmen gegen den Strom ist nicht empfehlenswert. Das Geschehenlassen und die gleichmütige Hinnahme des Schicksals sind die besten Strategien, nicht das Ankämpfen. Die Außengeländer der Brücke bieten sich zum Verweilen an, wo Straßenhändler kleine Buchten bilden. Willkommene Zufluchtsorte in den Augenblicken einsetzenden Stresses.<br />
Großen Respekt verdienen die Wartungsmannschaften, die für den Erhalt der eisernen Konstruktion sorgen. Schließlich sprechen wir über klimatische Extrembedingungen, in denen rostanfälliges Metall ohne entsprechenden Pflegeaufwand keine Chance hat, ein hohes Alter zu erreichen.<br />
Die Polizei ist immer anwesend und hält die Wachhäuschen auf der Brücke ständig besetzt. Das Fotografierverbot wird somit offiziell durchgesetzt oder zumindest nicht allzu offensichtlich ignoriert. Meine Kamera und ich wurden lächelnd zur Kenntnis genommen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-379" title="kalkutta213" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/03/kalkutta213.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=377</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Luft und Erde sind Wasser</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=359</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=359#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 08:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=359</guid>
		<description><![CDATA[
Unbedenklich erscheint er, dieser stete Regen. Nicht wenig ist es, was da vom Himmel kommt, aber auch nicht genug, als daß es nach wirklich viel aussähe. Doch der indische Monsun täuscht, er versteckt seine Mächtigkeit hinter den vielen Stunden des warmen Plätscherns. Und plotzlich stehen die Straßen unter Wasser, stehen die Menschen bis zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-360" title="monsun1" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/03/monsun1.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Unbedenklich erscheint er, dieser stete Regen. Nicht wenig ist es, was da vom Himmel kommt, aber auch nicht genug, als daß es nach wirklich viel aussähe. Doch der indische Monsun täuscht, er versteckt seine Mächtigkeit hinter den vielen Stunden des warmen Plätscherns. Und plotzlich stehen die Straßen unter Wasser, stehen die Menschen bis zu den Hüften in der braunen Brühe und stehen manche Existenzen vor den Ruinen ihrer Grundlagen. Meistens aber stehen die Bewohner der benachteiligten Stadtteile am nächsten Tag wieder ganz normal auf und eilen zu ihren Tätigkeiten. Sie kennen den Monsun und können ihn einschätzen. Außerdem wird durch das Wasser sogar relativ wenig zerstört, das sich nicht binnen kurzer Zeit wieder in den alten Zustand versetzen ließe.<br />
Anderes ist wesentlich gefährlicher und häufig auch tödlich. In den trüben Fluten, die meistens barfuß oder in Badelatschen durchquert werden, lauern alle möglichen Krankheiten, die auch durch kleinste Verletzungen eindringen können. Ein spitzes Stück Metall im Wasser oder ein scharfer Stein findet sich überall. Die Umwelt hält ein reichhaltiges Repertoire an Infektionen bereit. Eine Ratte, in deren drastisch geschwundenem Lebensraum zu viele Menschenfüße herumtrampeln, verteidigt sich. Anopheles, die Steckmücke der Malaria, besetzt sofort neue Feuchtgebiete. Aus Fäkalien von Millionen Menschen werden Erreger herausgespült und freigesetzt, über die man gar nicht nachdenken möchte. Die Anzahl der Opfer läßt sich nicht beziffern; schon gar nicht in einer Stadt, die ihre eigenen Bewohner nicht beziffern kann und die eine Fehlerquote im siebenstelligen Bereich akzeptiert. Viel einfacher ist das Addieren der Ertrunkenen und der Unfallopfer.<br />
Eine besondere Erwähnung verdienen die elektrischen Anlagen, die enorm viele Menschenleben fordern. In dem Augenblick, wenn ein Transformator absäuft und seine letzte Spannung unkontrolliert abgibt oder wenn ein loses Kabel ins Wasser fällt, zucken in der näheren Umgebung für einen kurzen Moment die Lampen. Sofort danach ist die alte Ordnung wieder hergestellt, die auch durch das Zählen und Beisetzen der Toten nicht nachhaltig gestört wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-361" title="monsun2" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/03/monsun2.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=359</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Er hilft</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=337</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=337#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 13:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=337</guid>
		<description><![CDATA[
Er sitzt in seinem Büro, einem angemieteten Erdgeschoss von stattlicher Größe. Das gesamte Inventar besteht aus dem, was wir sehen: einem Schreibtisch, einem Stuhl, einer Schreibmaschine. Und eine nackte Glühbirne baumelt von der Decke. Türen und Fenster sind weit geöffnet. Es ist ein großzügiges Reich, ein stiller Ort zum Arbeiten, zum Zuhören, zum Denken. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-338" title="kalkutta125" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/03/kalkutta125.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Er sitzt in seinem Büro, einem angemieteten Erdgeschoss von stattlicher Größe. Das gesamte Inventar besteht aus dem, was wir sehen: einem Schreibtisch, einem Stuhl, einer Schreibmaschine. Und eine nackte Glühbirne baumelt von der Decke. Türen und Fenster sind weit geöffnet. Es ist ein großzügiges Reich, ein stiller Ort zum Arbeiten, zum Zuhören, zum Denken. Er arbeitet für jene, die auf das, was er gelernt hat, nicht verzichten können:<br />
Lesen und Schreiben.<br />
Er ist ein Schreiber, er erledigt jede erdenkliche Post.<br />
Seine Kunden stehen neben ihm oder sitzen auf nacktem Boden und vertrauen ihm, abgeschottet von allen Augen und Ohren, vermutlich alles an! Dieses schäbige Büro kann es also mit jedem beliebigen Beichtstuhl aufnehmen. Bevor er sich mir zuwandte und seine Erlaubnis für ein Foto gab, entzog er alle herumliegenden Papiere dem Blick der Kamera. Die Vertraulichkeit und die Sorgfalt im Umgang mit fremden Belangen in einem Land, das kaum Privatsphäre kennt, waren überraschend und auch etwas ergreifend. Bei ihm dürfen Souveränität und Loyalität käuflich und trotzdem wahrhaftig sein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=337</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Luft</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=315</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=315#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 09:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=315</guid>
		<description><![CDATA[
Die Luft Kalkuttas ist ein ununterbrochenes Ghetto, auf ewig bezwungen von Smog und Gestank. Licht durchdringt nur fade den bedrohlichen Grauschleier. Völlig unmöglich, einen einzigen reinen Sonnenstrahl aus dem atmosphärischen Fäulnisprozess zu extrahieren.
Meistens dämpft regelmäßiger Niederschlag den Gipfel der Belastungen und zwingt wenigstens einen kleinen Teil des Drecks zu Boden. Doch das Drama ist natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-317" title="kalkutta162" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta162.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Die Luft Kalkuttas ist ein ununterbrochenes Ghetto, auf ewig bezwungen von Smog und Gestank. Licht durchdringt nur fade den bedrohlichen Grauschleier. Völlig unmöglich, einen einzigen reinen Sonnenstrahl aus dem atmosphärischen Fäulnisprozess zu extrahieren.<br />
Meistens dämpft regelmäßiger Niederschlag den Gipfel der Belastungen und zwingt wenigstens einen kleinen Teil des Drecks zu Boden. Doch das Drama ist natürlich steigerungsfähig. Während der Trockenheit der Wintermonate verschlechtert sich die ohnehin schon unsägliche Luftqualität sofort um eine weitere Dimension.<br />
Zwischen Dezember und Februar rächen sich die Gegensätze:<br />
zwischen hunderttausenden, offenen Feuerstellen und der Fähigkeit, nuklear bestückte Marschflugkörper auf den ungeliebten Nachbarn Pakistan abzufeuern,<br />
zwischen den wenigen modernen Verbrennungsmotoren aus den Werkshallen von TATA und den vielen Fahrzeugen mit Technik aus der Nachkriegszeit,<br />
zwischen dem unbedingten Erreichenwollen industrieeller Konkurrenzfähigkeit im globalen Maßstab und dem Verzicht auf alle Maßnahmen zur Erhaltung des Lebensraums.<br />
Hunger ist bedrohlicher als Husten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-318" title="kalkutta022" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta022.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=315</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kein Problem</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=302</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=302#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 19:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=302</guid>
		<description><![CDATA[
Damit hat Indien generell kein Problem. Das Hakenkreuz, ein Symbol für Glück, ist so alt, daß dem Zeichen die Jahre des Dritten Reiches in diesem Teil der Welt nicht schaden konnten. Vom heutigen Verbot der öffentlichen Darstellung in Deutschland und von den damaligen deutsch-braunen Abgründen weiß kaum jemand. Allerdings wird Adolf Hitler selbst zutiefst verehrt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-301" title="kalkutta104" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta104.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Damit hat Indien generell kein Problem. Das Hakenkreuz, ein Symbol für Glück, ist so alt, daß dem Zeichen die Jahre des Dritten Reiches in diesem Teil der Welt nicht schaden konnten. Vom heutigen Verbot der öffentlichen Darstellung in Deutschland und von den damaligen deutsch-braunen Abgründen weiß kaum jemand. Allerdings wird Adolf Hitler selbst zutiefst verehrt, wobei das Ausmaß seines Wütens gleichgesetzt wird mit Stärke und Macht, mit Weitsicht und Vision, mit Größe und Glanz; und natürlich auch mit dem anfänglichen Erfolg und mit dem endgültigen Scheitern an den Streitkräften eines wohlbekannten Gegners und dessen Verbündeten, der Indien und ganz besonders West Bengal über viele Jahre unterdrückte und ausbeutete: The British Empire.<br />
Der Dank an Deutschland fokussiert sich auf den Führer. Seine Wehrmacht band Englands Kräfte an den Kriegsschauplätzen in Europa, wodurch dem Subkontinent viele Hürden auf dem Weg in die Unabhängigkeit genommen wurden. Diese drastische Vereinfachung erscheint uns abstrus, doch sie steckt mit tiefen und festen Wurzeln im Gefühl eines Inders für die Vergangenheit und für die Gegenwart seiner Nation. Nach über sechs Jahrzehnten hat sich daran nicht viel geändert.<br />
Man sieht, Nationalstolz ist nicht auf die Richtigkeit aller Elemente angewiesen, die ihn dazu machten. Die meisten Völker der Welt wissen das, die Alliierten des zweiten Weltkriegs wissen das, und Indien weiß das auch. Nur weiß Indien nicht, daß Deutschland das nicht wissen darf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=302</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es stinkt zum Himmel</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=272</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=272#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 17:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=272</guid>
		<description><![CDATA[
Näher heran konnte ich nicht, ohne brauchbares Zoomobjektiv wäre das Motiv chancenlos geblieben. Privatsphäre, Selbstschutz und Ekel verhinderten die Großaufnahme. Die fehlende Anbindung an die Wasser- und Abwasserversorgung, die extremen Temperaturen und der tägliche tausendfache Gebrauch der Einrichtung erzeugen einen Gestank, der nur noch in mathematischen Größenordnungen ausgedrückt werden kann. Der Gestank ist auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-274" title="kalkutta099" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta0991.jpg" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Näher heran konnte ich nicht, ohne brauchbares Zoomobjektiv wäre das Motiv chancenlos geblieben. Privatsphäre, Selbstschutz und Ekel verhinderten die Großaufnahme. Die fehlende Anbindung an die Wasser- und Abwasserversorgung, die extremen Temperaturen und der tägliche tausendfache Gebrauch der Einrichtung erzeugen einen Gestank, der nur noch in mathematischen Größenordnungen ausgedrückt werden kann. Der Gestank ist auf der anderen Straßenseite natürlich nicht weg,  sondern nur etwas weiter weg. Mein Foto konnte ich dort aber machen.<br />
Es irrt nun, wer glaubt, diese Anlage sei zu sehr einsehbar und nicht dezent genug. Im Gegenteil, hier sehen wir schon die bessere Ausgabe für den schamhaften Bevölkerungsanteil. Viel häufiger trifft man auf ein gemauertes oder betoniertes und völlig offenes Kreissegment am Rande des Gehwegs. Das, was mir sehr gewöhnungsbedürftig erscheint und woran ich mich gar nicht gewöhnen will, verblasst aber angesichts der Tatsache, daß man sich keine zwei Minuten in der Stadt bewegen kann, ohne jemanden beim Pissen zu entdecken, wo er gerade steht. Die Abwendung vom gehenden oder fahrenden Verkehr ist gottseidank obligatorisch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=272</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einfach nur da</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=260</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=260#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 17:28:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=260</guid>
		<description><![CDATA[
Er war einfach nur da. Ein paar Meter abseits des Trubels saß er auf einem Stein, regungslos und ausdruckslos, scheinbar ohne Sinn und Zweck. So ähnlich stellt man sich die Szene vor, wenn sich ein Mensch der vergangenen Zeiten von der Familie verabschiedete und zum Sterben in den tiefen Wald oder auf das weite Eis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-261" title="kalkutta157" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta157.jpg" alt="kalkutta157" width="500" height="500" /></p>
<p>Er war einfach nur da. Ein paar Meter abseits des Trubels saß er auf einem Stein, regungslos und ausdruckslos, scheinbar ohne Sinn und Zweck. So ähnlich stellt man sich die Szene vor, wenn sich ein Mensch der vergangenen Zeiten von der Familie verabschiedete und zum Sterben in den tiefen Wald oder auf das weite Eis zog. Es machte den Eindruck, als sei er verwundert darüber, noch auf der Welt zu sein oder darüber, daß die Welt ihn noch nicht von ihrem Antlitz entfernt hat. Ein auf das Unvermeidliche Wartender in jener Heimat, die zu ihrem eigenen Nachwuchs kaum ungastlicher und feindlicher sein kann. Bräche er an Ort und Stelle zusammen, bliebe von seiner Zeit auf Erden rein gar nichts übrig. Allein die Tatsache, daß ich ihn gesehen habe, ist Zeugnis seiner Existenz. Wäre er meinem Blick entgangen, würde sich das an seinem Todestag ändern, weil niemand mir jemals von ihm berichtet oder ihn mir gezeigt hätte. Es hätte ihn für mich nie gegeben; ebenso wenig, wie es ihn heute für Kalkutta gibt. Dann hätte er nie gelebt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=260</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nicht selbstverständlich</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=247</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=247#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=247</guid>
		<description><![CDATA[
Ein Name. Besser noch:  zwei Namen, also einen Vornamen und einen Nachnamen. Mit nur einem Namen reicht es nicht für einen Briefkasten in diesem Hauseingang, weil das Fehlen des zweiten Namens den niedrigen Kasten vorbehalten bleibt.
Allgemeinbildung, Lesen und Schreiben, die nächste Hürde. Ohne diese Kenntnisse macht ein Briefkasten nicht viel Sinn; egal an welcher Mauer.
Viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-248" title="kalkutta301" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta301.jpg" alt="kalkutta301" width="500" height="500" /></p>
<p>Ein Name. Besser noch:  zwei Namen, also einen Vornamen und einen Nachnamen. Mit nur einem Namen reicht es nicht für einen Briefkasten in diesem Hauseingang, weil das Fehlen des zweiten Namens den niedrigen Kasten vorbehalten bleibt.<br />
Allgemeinbildung, Lesen und Schreiben, die nächste Hürde. Ohne diese Kenntnisse macht ein Briefkasten nicht viel Sinn; egal an welcher Mauer.<br />
Viel besser noch: Hochschulbildung. Ohne besondere Fähigkeiten tut es auch ein beliebiger Briefkasten oder eine andere Art der Zustellung. Überhaupt kann ein Briefkasten nur für jemanden sinnvoll sein, dessen Position wichtig genug ist für diesen Aufwand.<br />
Geld. Ohne Geld gibt es im Kaffeehaus, in dessen Eingang die Briefkästen hängen, so wenig zu verzehren wie in jeder x-beliebigen anderen Gastronomie.<br />
Mit all den genannten Mitteln erst wird es möglich, das wichtigste Kriterium für einen Briefkasten in diesem Hauseingang zu erfüllen: Ein Jemand muß man sein, zur Intelligenz gehören, geachtet, gebildet, wichtig.<br />
An einen lebendigeren, ursprünglicheren, natürlicheren Ort in dieser Stadt erinnere ich mich nicht. Es müssen viele freie Geister gewesen sein, die den alten Mauern Seele einhauchten. Die würdigen Nachfolger sollen ihre Briefkästen haben und genießen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-249" title="kalkutta021" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta021.jpg" alt="kalkutta021" width="500" height="500" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=247</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Sicherheit</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=239</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=239#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 19:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=239</guid>
		<description><![CDATA[
Das ist ein öffentlicher Münzfernsprecher, verankert und verriegelt und verrammelt am Kolkata International Airport. Nur einen halben Steinwurf entfernt hat sich das Militär zum Schutz des Flughafens mit Sturmgewehren hinter einem Tarnnetz eingenistet. Das Telefon ist also in Sicherheit.
Ein lustiger Anblick, nicht wahr?
Aber wie so oft wird das Belächeln einer Kuriosität schnell bitter, wenn sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-240" title="kalkutta080" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta080.jpg" alt="kalkutta080" width="500" height="500" /></p>
<p>Das ist ein öffentlicher Münzfernsprecher, verankert und verriegelt und verrammelt am Kolkata International Airport. Nur einen halben Steinwurf entfernt hat sich das Militär zum Schutz des Flughafens mit Sturmgewehren hinter einem Tarnnetz eingenistet. Das Telefon ist also in Sicherheit.<br />
Ein lustiger Anblick, nicht wahr?<br />
Aber wie so oft wird das Belächeln einer Kuriosität schnell bitter, wenn sie in das ortsansässige Verhältnis gesetzt und neu betrachtet wird. Der Inhalt dieses Kleingeldspeichers würde keine deutsche Currywurst finanzieren und bedarf trotzdem drastischer Maßnahmen, um nicht gestohlen zu werden. Gerne würde ich erfahren wollen, wer das Märchen von sagenhaften Reichtümern, wunderschönen Menschen, phantastischen Geheimnissen, betörenden Düften, führenden Wissenschaften und großen Künsten in die Welt gesetzt hat. Für die meisten Menschen in Indien ist dieses Telefon die Wahrheit.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-241" title="kalkutta081" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/02/kalkutta081.jpg" alt="kalkutta081" width="500" height="500" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=239</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fragen über Fragen</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=233</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=233#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 11:50:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=233</guid>
		<description><![CDATA[
Was ich da erblickte, hat sich bis heute nicht offenbart. Als Einziges steht zweifelsfrei fest, daß am anderen Ufer des dreckigen Tümpels Spannbettlaken zum Trocknen hingen, die vorher in eben diesem Tümpel von Hand gewaschen wurden. Die schiere Menge der Bettwäsche läßt auf einen größeren Auftraggeber schließen. Ein Krankenhaus kann es nicht sein &#8230; das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-235" title="kalkutta126" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/01/kalkutta1261.jpg" alt="kalkutta126" width="500" height="500" /></p>
<p>Was ich da erblickte, hat sich bis heute nicht offenbart. Als Einziges steht zweifelsfrei fest, daß am anderen Ufer des dreckigen Tümpels Spannbettlaken zum Trocknen hingen, die vorher in eben diesem Tümpel von Hand gewaschen wurden. Die schiere Menge der Bettwäsche läßt auf einen größeren Auftraggeber schließen. Ein Krankenhaus kann es nicht sein &#8230; das behaupte ich jetzt mal so und hoffe dringend, Recht zu haben. Ein Hotel sollte es nicht sein. Doch es muß sich um eine Einrichtung mit entsprechend vielen Betten handeln, eine &#8211; wie auch immer geartete &#8211; Ansammlung von Quartieren. Vielleicht sollte ich der Nichtbeantwortung meiner Fragen danken.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=233</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im Ernst, kein Spaß</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=221</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=221#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 20:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[siehe Anlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=221</guid>
		<description><![CDATA[
Im Ernst wurde nicht gelacht, jedenfalls keinesfalls im Neu Isenburg Center. Die Erwartungshaltung des Gastes hatte sich auf den Sitzplatz und auf den Verzehr zu beschränken. Für ein positives Gefühl war allein die eigene Begleitung oder der Nachbartisch zuständig. Der Aufgabenbereich der Bedienung blieb unerbittlich.
Nur zaghaft nagen charakterliche Varianzen mittlerweile am spaßbefreiten Grundsatz und versuchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-220" title="ernst" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/01/ernst.jpg" alt="ernst" width="500" height="375" /></p>
<p>Im Ernst wurde nicht gelacht, jedenfalls keinesfalls im Neu Isenburg Center. Die Erwartungshaltung des Gastes hatte sich auf den Sitzplatz und auf den Verzehr zu beschränken. Für ein positives Gefühl war allein die eigene Begleitung oder der Nachbartisch zuständig. Der Aufgabenbereich der Bedienung blieb unerbittlich.<br />
Nur zaghaft nagen charakterliche Varianzen mittlerweile am spaßbefreiten Grundsatz und versuchen es mit vorsichtiger Freundlichkeit. Es könnte so hoffnungsvoll sein, wenn es bedeutsamer wäre als ein individueller Wesenszug, als ein Einzelfall. Dem Ernst kann man nur die Einsicht wünschen, daß Freude am Verweilen nichts ist, was sich der Gast erst mit höheren Preisen erkaufen will. Die Klientel kommt direkt aus dem Leben und ist nicht abgestumpft genug, um sich gastronomischen Alternativen zu verweigern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=221</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Müll</title>
		<link>http://www.adelslum.de/?p=209</link>
		<comments>http://www.adelslum.de/?p=209#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 06:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalkutta]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.adelslum.de/?p=209</guid>
		<description><![CDATA[
Indiens politische Verpackungskünstler bezeichnen den Müll als unverzichtbare Basis für den Lebensunterhalt Vieler, als ein in sich geschlossenes und funktionierendes und höchst effizientes System zum Wohle der Nation.
Schönreden und zusammenlügen läßt sich ja alles.
Man muß nur den Arzt verschweigen, den es braucht, um die Verletzungen zu behandeln und die Infektionen und die Vergiftungen, die man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-210" title="kalkutta195" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/01/kalkutta195.jpg" alt="kalkutta195" width="500" height="500" /></p>
<p>Indiens politische Verpackungskünstler bezeichnen den Müll als unverzichtbare Basis für den Lebensunterhalt Vieler, als ein in sich geschlossenes und funktionierendes und höchst effizientes System zum Wohle der Nation.<br />
Schönreden und zusammenlügen läßt sich ja alles.<br />
Man muß nur den Arzt verschweigen, den es braucht, um die Verletzungen zu behandeln und die Infektionen und die Vergiftungen, die man sich beim Arbeiten im Müll zuzieht. Doch richtig, den kann man getrost verschweigen, weil diese Menschen keinen Arzt bezahlen können und folglich auch keiner aufgesucht wird.<br />
Man muß nur die Umwelt verschweigen, die zum Himmel stinkt, die unter den Millionen Tonnen erstickt.<br />
Man muß nur die Lebenqualität verschweigen, was sowieso das Einfachste ist, weil niemand die Bedeutung des Wortes kennt.<br />
Man muß nur die Möglichkeiten verschweigen, die vertan werden, weil sich Inverstoren aller Art überlegen müssen, ob sie ihre Mittel in Projekte zwischen Müllbergen stecken wollen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-216" title="kalkutta083" src="http://www.adelslum.de/wp-content/uploads/2010/01/kalkutta0831.jpg" alt="kalkutta083" width="500" height="500" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.adelslum.de/?feed=rss2&amp;p=209</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
