Es stinkt zum Himmel

Näher heran konnte ich nicht, ohne brauchbares Zoomobjektiv wäre das Motiv chancenlos geblieben. Privatsphäre, Selbstschutz und Ekel verhinderten die Großaufnahme. Die fehlende Anbindung an die Wasser- und Abwasserversorgung, die extremen Temperaturen und der tägliche tausendfache Gebrauch der Einrichtung erzeugen einen Gestank, der nur noch in mathematischen Größenordnungen ausgedrückt werden kann. Der Gestank ist auf der anderen Straßenseite natürlich nicht weg, sondern nur etwas weiter weg. Mein Foto konnte ich dort aber machen.
Es irrt nun, wer glaubt, diese Anlage sei zu sehr einsehbar und nicht dezent genug. Im Gegenteil, hier sehen wir schon die bessere Ausgabe für den schamhaften Bevölkerungsanteil. Viel häufiger trifft man auf ein gemauertes oder betoniertes und völlig offenes Kreissegment am Rande des Gehwegs. Das, was mir sehr gewöhnungsbedürftig erscheint und woran ich mich gar nicht gewöhnen will, verblasst aber angesichts der Tatsache, daß man sich keine zwei Minuten in der Stadt bewegen kann, ohne jemanden beim Pissen zu entdecken, wo er gerade steht. Die Abwendung vom gehenden oder fahrenden Verkehr ist gottseidank obligatorisch.

  1. ;-) uneingeschränkte zustimmung – mit einem lächeln im gesicht…

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