Kein Problem

Damit hat Indien generell kein Problem. Das Hakenkreuz, ein Symbol für Glück, ist so alt, daß dem Zeichen die Jahre des Dritten Reiches in diesem Teil der Welt nicht schaden konnten. Vom heutigen Verbot der öffentlichen Darstellung in Deutschland und von den damaligen deutsch-braunen Abgründen weiß kaum jemand. Allerdings wird Adolf Hitler selbst zutiefst verehrt, wobei das Ausmaß seines Wütens gleichgesetzt wird mit Stärke und Macht, mit Weitsicht und Vision, mit Größe und Glanz; und natürlich auch mit dem anfänglichen Erfolg und mit dem endgültigen Scheitern an den Streitkräften eines wohlbekannten Gegners und dessen Verbündeten, der Indien und ganz besonders West Bengal über viele Jahre unterdrückte und ausbeutete: The British Empire.
Der Dank an Deutschland fokussiert sich auf den Führer. Seine Wehrmacht band Englands Kräfte an den Kriegsschauplätzen in Europa, wodurch dem Subkontinent viele Hürden auf dem Weg in die Unabhängigkeit genommen wurden. Diese drastische Vereinfachung erscheint uns abstrus, doch sie steckt mit tiefen und festen Wurzeln im Gefühl eines Inders für die Vergangenheit und für die Gegenwart seiner Nation. Nach über sechs Jahrzehnten hat sich daran nicht viel geändert.
Man sieht, Nationalstolz ist nicht auf die Richtigkeit aller Elemente angewiesen, die ihn dazu machten. Die meisten Völker der Welt wissen das, die Alliierten des zweiten Weltkriegs wissen das, und Indien weiß das auch. Nur weiß Indien nicht, daß Deutschland das nicht wissen darf.

  1. Danke – sehr gut geschrieben!
    Namaste, rwf

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